Produktions- und Logistikkonzept

Modernisierung Presswerk (Alu Menziken Extrusion AG)

Ausgangssituation

Mit fünf Pressen, einer großen Anzahl von Anlagen zur mechanischen Bearbeitung von Profilen, Rohrziehanlagen, Anodisierung und Pulverbeschichtung ist das Layout des Werkes Reinach insbesondere durch große Entfernungen zwischen den einzelnen Be­arbeitungs­ein­heiten ge­kenn­zeichnet. Die große Fertigungstiefe, die teilweise mehr als 20 Operationen an einem Produkt notwendig macht, verlangt zudem zahlreiche Transportvorgänge zwischen einzelnen Be­arbeitungs­anlagen. Dazu hatte das Unternehmen in der Vergangenheit eine große Zahl von manuell zu bedienenden Krananlagen installiert, die zum Teil aus Sicherheitsgründen ersetzt werden mussten.

 

Realisierung und Ergebnis

Um die strategischen Ziele erreichen zu können, wurde als wichtigster Entwicklungsschritt die Investition zunächst einer weiteren Presse beschlossen. Für die Modernisierung des Unternehmens aus Sicht der Produktion und innerbetrieblichen Logistik wurde ein neues Layout- und Materialflusskonzept entwickelt, um die bestehenden Anlagen und Fertigungseinheiten optimal miteinander zu verbinden und gleichzeitig den Personalaufwand für den Materialtransport zu senken.
Maul & Partner schlug vor, in diesem System eine Transportachse zu bilden, die das gesamte Werk in Längsrichtung erschließt und gleichzeitig einen Fertigungspuffer bildet. Von dieser Transportachse, dem Rückgrat, führen dann sekundäre Transportwege in die einzelnen Fertigungsbereiche oder zu Anlagen mit besonders hohem Materialdurchsatz.
Als optimaler Standort für die neuen Pressen ergab sich dann, nach eingehenden Studien, der Bereich gegenüber den alten Pressen im Kellergeschoss. Durch diese Anordnung wurde erreicht, dass die bestehenden Kellerräume für die Installation eines Pufferlagers genutzt werden konnten, das sich unter der zentralen Transportachse des Erdgeschosses befindet. Zentrale Transportachse im EG und Pufferlager der neuen Pressen im KG sind durch mehrere Lifte miteinander verbunden, so dass die geforderte Transportflexibilität gewährleistet ist.

Mit diesem Layout- und Materialflusskonzept wurde die strategische Entwicklung des Unternehmens aus Sicht der Produktion und innerbetrieblichen Logistik sicher gestellt und ferner eine Reduktion der personalintensiven Transporttätigkeiten sowie der Transportschäden erzielt. Als Masterplan gibt dieses Konzept den Rahmen für alle zukünftigen Investitionsschritte des Unternehmens vor.